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Das Gefängnis des Künstlers“  2026

Acryl auf Leinwand

145 x 170 cm

Die Voraussetzung für dieses Bild ist das Bewusstsein, dass der Rahmen, auf den ich das Leinen spanne, den Raum ( Fläche ) vorgibt, in den ich meine Kreativität, meine Gedanken und Gefühle projiziere. Hier nimmt die Idee Form an. Sie ist darin gefangen.
Die Metapher: „Der Künstler (Selbstportrait), als Gefangener des selbst gewählten Formates, hinter dem Gitter seines Spannrahmens“, war geboren.

Schon der frühe Mensch komprimierte seine Welt auf Höhlenwände und wusste, dass uns sein Echo erreichen würde. In einem kurzen Moment konservierte der Vesuv das Leben der Pompejaner und wir fühlen ihr Echo bis heute. Es geht nicht darum, als Künstler, einen Sachverhalt zu dokumentieren. Das wäre Geschichte. Handelt es sich um ein Kunstwerk, muss neben der intendierten Aussage auch das Gefühl enthalten sein. Genau das ist beim Ausbruch des Vesuv passiert. Beim Betrachten der „eingefrorenen“ Leichen kommt einem das Lebensgefühl dieser Menschen, auf einen intimen, beschränkten Raum gespiegelt, mit gewaltiger, emotionaler Wucht entgegen. Das ist Kunst!
Kunst ist nichts vom Menschen erfundenes, das wir uns ans Revers unserer Eitelkeit heften können. Kunst ist universell und war vor dem Menschen schon da. Sie war immer schon da und ist Teil der Genesis. Wir können sie erspüren und sie in unser Bewusstsein rufen, mit ihr kommunizieren und sie immer wieder neu erfinden.

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